ZUSATZBLOG: ADDIO!

Aktualisiert: 8. Jan.

Als kleiner Zusatzblog! Leider aus aktuellem Anlass!


Man kennt den Winkel kaum, er liegt nicht an der Strasse, ist versteckt und führt zu einem geheimnisvollen Haus. Und er ist dem Untergang geweiht!


Dieser Tage beginnen die Bauarbeiten! Ein grosser Wohnblock soll die vertraute Italianità mit Garten ersetzen.


(zvg)


Erbaut wurde das Haus um 1930, damals war die Gegend noch praktisch unverbautes Bauernland. Eigentlich hätte die Parzelle der Vergrösserung des Friedhofs Manegg dienen sollen, doch die wurde später gegen die Speerstrasse realisiert.


Rainstrasse 63. 1931. Foto: Wolf-Bender Heinrich. Baugeschichtliches Archiv Zürich.


Als Heinrich Wolf-Bender das Haus fotografierte, war die Welt noch in Ordnung. Das Haus war noch ganz neu.


Ein langjähriger Besitzer hat sich in Marmor «verewigen» lassen. Es heisst über dem Türbogen: «GVALT. WEIBEL» – Dr. Walther Weibel, Redaktor bei der Neuen Zürcher Zeitung, Kürzel «Dr. W.». Weibel (1882-1971) war auch literarisch und vor allem auch als Übersetzer tätig (u.a. von Churchills Reden). Seine Dissertation und seine kulturelle Liebe galt aber ganz Italien. Inschriften sind Schriften für die Ewigkeit, doch auch seine Marmortafel wird den Weg alles Irdischen gehen müssen.


Nur ein Detail noch: Der Garten hatte – wie die römischen Villen in Pompeji – ein Bassin mit Pergola. Von dieser pompejanischen Wollishofer Herrlichkeit ist heute kaum mehr etwas zu sehen, erahnen lässt sie sich aber schon noch!


(zvg)



(SB)










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