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OBERST STAHEL

vor 8 Stunden
9 Min. Lesezeit

Der Familienname Stahel ist zwar im Kanton Zürich ein recht häufiger Name, in Wollishofen kommt er aber in der frühen Neuzeit nicht vor. Vielmehr war er im Zürcher Oberland und im Tösstal verbreitet. In Wollishofer Quellen taucht der Name erstmals um 1900 auf: In seinem Journal berichtet Albert Hausheer mehrmals von einem «Oberst Stahel» – ohne allerdings viel von dessen Leben in Wollishofen preiszugeben. Die meisten Vermerke galten der Mostverarbeitung – Hausheer erledigte offensichtlich jährlich auf Auftrag die Obsternte in Stahels Baumgarten, um dann den gepressten Most dem Besitzer wieder abzuliefern. Notiert ist etwa «hole bei Oberst Stahel Obst zum Mosten». Natürlich wird Hausheer dafür bezahlt: «Bringe dem Oberst Stahel den Most er zahlt mir fürs Mosten & die Birnen». Nur einmal erfahren wir aus dem Journal etwas, was den Übernamen «Oberst Stahel» ein bisschen weiter erklärt: Stahel war vom «bürgerlichen Abendverein» bzw. der Lesegesellschaft Wollishofen, bei welcher Hausheer Mitglied war, 1902 für einen Vortrag eingeladen worden; der Referent sprach über «den jetzigen Stand des Wetterschiessens». Obwohl Hausheer den Anlass besucht hatte, fällt – wie bei ihm üblich – kein Wort über den Inhalt oder den Referenten.

 

Wann genau Johann Jakob Stahel nach Wollishofen kam, kann im «Ansässenverzeichnis», also im Register über die Niedergelassenen nachgeschaut werden. Gemäss dieser Quelle zog Stahel, Bürger von Turbenthal, zusammen mit seiner Frau Mina Lotter und dem gemeinsamen Sohn Johann Jakob («Hans») «im April 1887» in Wollishofen ein. In einer zweiten Quelle, der «Niederlassungskontrolle von Kantonsbürgern 1865-1892», wurde zusätzlich die Adresse der Niedergelassenen in Wollishofen verzeichnet (zum Zeitpunkt der Niederlassung): als Adresse diente die Brandassekuranznummer. Jene von Stahel ist 3e – ein beim Bezug durch Stahel bereits über 100jähriges Wohnhaus, das er gemäss Angaben im Lagerbuch der Brandassekuranz 1886 erworben und 1887 durch Ausbauten erneuert hatte: Der versicherte Wert stieg von 14'000 auf 21'000 Franken. Das Haus befindet sich in direkter Nähe zum «alten» Bahnhof Wollishofen, der dort ab 1875 stand und 1898 durch den heutigen Bau ersetzt wurde. Stahel kaufte also zuerst ein Haus in Wollishofen, um nach einem Ausbau ein Jahr später einzuziehen und die Schriften von Zürich nach Wollishofen zu verlegen. Etwa zehn Jahre später verkaufte er das Haus wieder (1895) und zog in ein «besseres» Viertel, an die Kilchbergstrasse 45, einem stattlichen, vom Architekten Franceschetti neuerbauten Anwesen. Hier residierte er standesgemäss. Hier standen wohl auch die Obstbäume, deren Ertrag Hausheer zu Most verarbeitete. Insbesondere starb er hier am 13. April 1914, 81jährig.*


Stahel lebte bei der Eingemeindung zu «Gross-Zürich» 1893 in Wollishofen. Was er zu dieser politischen Frage dachte, ist leider nicht überliefert. Es war ihm aber wichtig, sich nach Ablauf der vorgeschriebenen Zeit am neuen Ort einzubürgern: 1898 war es so weit – zwar nicht mehr in der selbständigen Gemeinde Wollishofen, sondern im neuen, grossen Stadtverband: Er wurde Zürcher Bürger. 1904 erschien er als Zürcher Bürger im gedruckten Bürgerverzeichnis unter der Bezeichnung: «gew. Fabrikant, Oberstlt.»


Ein Militärleben im jungen Bundesstaat

 

Geboren wurde Jakob Stahel (wie er sich wohl nannte) 1833 in Turbenthal als Sohn eines Landwirts namens Johannes Stahel und seiner Mutter Regula Vogel. Man lebte in bescheidenen Verhältnissen. Im Ansässenverzeichnis der Stadt Zürich des Jahres 1855 finden wir ihn erstmals in Zürich: er wird als «Bäcker» bezeichnet, wohnhaft an der Oberdorfstrasse. Welche Lebenspläne Jakob als junger Mann verfolgte, ist kaum zu eruieren. Deutlich ist, dass es ihn nicht in Turbenthal hielt, und klar wird auch, dass er seine Karriere nicht zuletzt der Schweizer Armee des jungen Bundesstaates verdankte. 1911 feierte er seine 50jährige Mitgliedschaft im Zürcher Unteroffiziers-Verein – also dürfte er 1860 die den UO absolviert haben. 1861 dann die Heirat, was danach genau seine Wege waren, ist nicht überliefert. Erst 1870 erfahren wir von der Beförderung von Jakob Stahel, Turbenthal, zum Stabsmajor im Artilleriestab. Da wohnte er bereits in Thun. Dort und in Bern wurde 1871 eifrig über die Notwendigkeit einer eigenen Schweizer Waffenproduktion diskutiert, im gleichen Jahr wurde Stahel zum Adjunkt des Laboratoriums der Verwaltung des Kriegsmaterials bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft ernannt. 1875 erfolgte die Beförderung zum Major der Artillerie, wie der Zürcher Oberländer am 28.9.1875 berichtet, und ab1876 amtete Jakob Stahel gemäss Bundesblatt als Direktor des genannten Laboratoriums.


Scheibenriss für Glasscheibe für Jakob Stahel 1911. Er feierte 50 Jahre Mitgliedschaft in

der Zürcher Unteroffiziersgesellschaft und erhielt eine Wappenscheibe!!

Glasplatte von Jakob Georg Röttinger. E-manuscripta.


Was den Abschied von Thun und den Rücktritt als Direktor, wohl auch den Rückzug aus dem Berufsoffiziersstand im Jahre 1879 genau bewirkt hat, wissen wir insofern, als in der offiziellen Verlautbarung «aus dem Bundesrat» davon die Rede ist, es werde die von ihm «aus Gesundheitsrücksichten erbetene Entlassung aus dieser Stellung auf Ende März 1879 unter Verdankung der geleisteten Dienste bewilligt» (Berner Tagespost vom 29. November 1878). Doch Stahel blieb im Geschäft, er zog aber zurück in den Kanton Zürich, und baute einerseits seine eigene Waffenproduktion auf, anderseits ging er weiterhin technischen Fragen nach, die ihn interessierten. Fürs erste gründete er 1879 die Firma «J. Stahel» mit Domizil an der Seidengasse 12 in Zürich – als Mieter in einem grossen Gebäude. 1883 befand sich sein Geschäftsdomizil noch an diesem Ort; in jenem Jahr erschien erstmals das Schweiz. Handelsamtsblatt (SHAB), wo sich der Eintrag findet: «Inhaber der Firma J. Stahel in Zürich ist Jakob Stahel von Turbenthal, wohnhaft in Zürich. Natur des Geschäfts: Metallpatronen und gestanzte Metallwaaren. Geschäftslokal: Seidengasse 12.»


Unternehmer, Forscher, Experte – in Wollishofen


Doch Stahel suchte ein neues Domizil; vielleicht war es ihm an der Seidengasse, wo im selben Haus im Erdgeschoss eine Garage betrieben wurde, zu eng. Er wollte selbst etwas aufbauen, und so dürfte er auf Wollishofen gekommen sein, wo wir ihm – wie schon erwähnt – 1886 beim Kauf des Wohnhauses beim Bahnhof erstmals in der Gemeinde begegnen. Und im folgenden Jahr, 1887, finden wir im Lagerbuch der kantonalen Gebäudeversicherung einen zweiten Hinweis. Es wurde unter einer neuen Nummer (No. 294) ein Neubau verzeichnet. Eigentümer und Bauherr war «Oberstl. Stahel»; er baute ein «Metallwarenfabrikgebäude» mit Anbau und eingemauertem Dampfkessel.


Eintrag für Stahels Metallwarenfabrik im Wollishofer Lagerbuch.


Stahels Fabrik, rund 25 Jahre nach der Eröffnung, um 1915,

als Elektrofabrik Ed. Schlaepfer & Cie. Ausschnitt aus Formular, BAZ.


Einst Stahels Metallwarenfabrik, heute stark umgebaute Seestrasse 289.

Foto SB 2026.


Das Gebäude wurde gleich neben Stahels Wohnhaus bei der Bahnstation errichtet. Die damalige Adresse war Seestrasse 245 (heute Seestrasse 289). Die Einträge im Lagerbuch lassen vermuten, dass Stahel das Gebäude bis 1892 besass, es dann aber an «Ingenieur Max Behrens» verkaufte. Der Verkauf erfolgte, weil die Stahelsche Fabrik Wollishofen verliess: Im Adressbuch der Stadt Zürich finden wir sie 1892 an der Seestrasse 3 – diese lag in der damals noch selbständigen Gemeinde Enge.

 

«Oberstlt. Stahel» zog 1887 nicht nur privat nach Wollishofen und installierte hier gleich neben seinem Wohnhaus seine Fabrik. Der vielbeschäftigte Mann errichtete zudem noch eine dritte Liegenschaft in Wollishofen: ein «Laboratoriumsgebäude». Dieses lag einsam ausserhalb des Oberdorfes an der Albisstrasse nach Adliswil. Der Begriff «Laboratoriums-gebäude» kam sicher durch Stahels Angaben ins Verzeichnis der Brandversicherung.  Es zeigt eine zweite Aktivitätslinie Stahels: technische Neugierde und Lösung für technische Fragen. Natürlich erinnert man sich dabei an Stahels Funktion bei der Armee, als er «Direktor des Laboratoriums» in Thun war. Oberstleutnant Stahel dürfte in seinem Wollishofer Labor seine Aktivitäten in – modern ausgedrückt – «Forschung und Entwicklung», die er sicher auch schon an der Seidengasse betrieben hatte, fortgeführt haben. Erstaunlich ist aber doch, dass er dafür ein eigenes kleines Gebäude erstellte. Doch dieses Setting hielt nicht allzu lange vor: schon neun Jahre später, 1896, verkaufte er auch diese Liegenschaft – wohl aus Altersgründen (er war damals bereits 63jährig).


Der Käufer des Laborgebäudes hiess übrigens Heinrich Germann: Dieser war Wagner und bereits Besitzer des Flarzhauses neben der Schmiede an der Albisstrasse, also dem Gebäude, das als Wohnhaus und Wagnerbetrieb diente und beim Anlegen der Tannenrauchstrasse 1929 weichen musste. Germann war Mitinitiant der Zunft Wollishofen und erster Zunftmeister. Das Laborgebäude gestaltete er zum Wohnaus um und vermietete es; 1959 musste es einem Neubau weichen.

 

Wie kam es, dass Stahel 1879 die «sichere» Staatsstelle verliess und die Privatwirtschaft – das Unternehmertum – suchte? Vielleicht waren es die politischen Diskussionen über eine zweite Schweizer Munitionsfabrik, die Stahel gegen Ende der 1870er Jahre auf diesen Weg brachten. Zwar war in Thun das Laboratorium in die erste eidg. Munitionsfabrik überführt worden, doch dürfte die Kapazität aus Stahels Sicht nicht genügend ausgeweitet worden sein. Seine unbestrittenen Fachkenntnisse, v.a. in Fragen von Sprengstoff und Zündung, waren ihm wohl Sicherheit genug, mit der eigenen Produktion von Patronen in der Schweiz auf genügend Nachfrage zu treffen. Ein Geschäftsfeld war «Recycling». 1881 inserierte er im ASMZ: «Revolvermunition. Die geschossenen Ord.= Rev .= Hülsen werden à 3 Cts. wieder laborirt und erhalten Ordonanzladung und Geschoss. Präzise Ausführung wird garantirt. J. Stahel, Patronenfab. Zürich.»

 

Reklame für Stahels Patronenservice 1881 (ASMZ). 


Bisher unerwähnt blieb eine frühe Frucht der Stahel'schen Neugierde, die für seine Karriere sicher wichtig war: eine grosse Publikation, ein Kompendium des Wissens für die Artillerie. Diese brachte er offenbar in mehreren Anläufen heraus. So existiert ein bereits 1869 ein «Handbuch», das in Aarau erschien. Doch die definitive Fassung brachte er 1876 – noch im Amt als Direktor – in Thun heraus. Der Titel: «Munition und Kriegsfeuerwerk. Handbuch für die schweiz. Artillerie». Es wurde – auch international – ein geschätztes und allgemein anerkanntes Werkzeug für Artilleristen.

 

Interessant, gerade im Zusammenhang mit dem eigenen Privatlabor in Wollishofen, ist eine weitere Besonderheit. «DEVICE FOR LESSENING THE NOISE OF FIREARMS» hiess der Eintrag ins amerikanische Patentregister des Jahres 1894, und dort war zu lesen: «Be it known that I, JAKOB STAHEL, a citizen of the Republic of Switzerland, residing at Wollishofen, near Zurich, in the canton of Zurich and Republic of Switzerland, have invented certain new and useful Improvements in Devices for Lessening the Noise of Firearms.» Zu Deutsch: «Jedermann soll wissen, dass ich, Jakob Stahel, ein Bürger der Schweizerischen Eidgenossenschaft, wohnhaft in Wollishofen bei Zürich, eine neue und nützliche Verbesserung für Einrichtungen erfunden habe, um den Lärm von Feuerwaffen zu reduzieren.» Stahel bezieht sich bei dieser Ankündigung auch auf das Schweizer Patent, das er für dieses Gerät bereits erhalten habe, und zwar im Jahre 1892 (Patent of Switzerland, No. 5,755, dated December 21, 1892). Auch in der «Amberger Volkszeitung» wurde 1893 die Erfindung vorgestellt und kurz (auf Deutsch) zusammengefasst: «Um bei Gewehren den Knall zu dämpfen, setzt Jakob Stahel in Wollishofen-Zürich vorn auf die Laufmündung einen Hohlköper, welcher in der Richtung der Geschossbahn vorn eine Oeffnung hat.» Gerade diese Erfindung zeigt die Kombination der Fähigkeiten und des Know-hows von Jakob Stahel ausgezeichnet, die zum erfolgreichen Unternehmer und Geschäftsmann führten: Seine Stärke dürfte weniger die Grundlagenforschung gewesen sein, dazu fehlte ihm die wissenschaftliche Bildung. Aber im Bereich der Innovation, der Umsetzung von neuem Wissen in der Anwendung, war er stark und überzeugte.

 

Wetterschiessen

 

Eine besondere Neigung hatte Stahel offensichtlich für die Bemühungen, ungeeignetes und gefährliches Wetter durch technische Vorkehren beeinflussen zu können. Das Wetterschiessen war insbesondere nach Hagelschäden um die Jahrhundertwende im Gespräch. Schon erwähnt wurde das Referat, das Stahel in der Lesegesellschaft Wollishofen 1902 zum Thema hielt. Die Einladung dürfte mit einer zuvor durchgeführten Erkundigungsreise zusammengehängt haben. Denn Stahel hatte bei der Zürcher Kantonsregierung erwirkt, zusammen mit dem Kulturingenieur Girsberger das Wetterschiessen in Europa zu erforschen. Der Schlussbericht der beiden wurde öffentlich diskutiert und gelobt. Der Landbote berichtete am 20. April 1901: «Der Regierungsrath hat den ziemlich umfangreichen Bericht in einer Auflage von 1000 Exemplaren drucken und an eine größere Anzahl von Behörden, Beamten, Vereine und weiteren Interessenten gelangen lassen. Das Studium des Berichtes ist sehr lehrreich und gibt Aufschluß über Geschichte, Theorie und Praxis des Wetterschießens, sowie über die damit bis jetzt erreichten Erfolge und Mißerfolge. Der Bericht enthält zugleich Vorschläge betr. die Einrichtung von Wetterschießstationen im Kanton Zürich.» In der Folge wurde eine «ständige» Hagelkommission eingerichtet, welche die geplanten Massnahmen einleiten und überwachen sollte.

 

Gleichzeitig tüftelte Stahel in seinem Laboratorium auch selbst an technischen Vorrichtungen, wie befürchtetem Hagel vorgebeugt werden könnte. Auch darüber wurde in der Neuen Zürcher Zeitung berichtet. Ein ungenannter Einsender hielt dabei fest: «Herrn Oberstl. Stahel gebührt entschieden das Verdienst, nach mehrjährigen Proben zuerst ein Geschütz und ein Geschoß konsturiert zu haben, welches tadellos funktioniert, ein Geschütz, welches zuverlässig Schuß für Schuß das Geschoß auf dieselbe Höhe wirft, um daselbst zu explodieren.» (NZZ vom 18. Juni 1901) Leider existiert kein Nobelpreis für Wetterschiessen – Stahel hätte ihn auf sicher gehabt!

 

Als Jakob Stahel am 16. April 1914 starb, erschienen mehrere kurze Nachrufe – alle lobten den initiativen Geist und die forschende Neugierde, die den Verstorbenen zum eminenten Experten der Schweizer Sprengstofftechnologie hatten werden lassen. In den Neuen Zürcher Nachrichten hiess es: «In Wollishofen ist, 81 Jahre alt, Artillerie-Oberleutnant Jakob Stahel gestorben. Er war in früheren Jahren als bedeutender Sprengtechniker bekannt, der über dieses Gebiet ein wertvolles Buch herausgab. Der Verstorbene war auch Erfinder der verbesserten Schutzmaske für Schlachtvieh.» Auch in der Freitagszeitung und im Anzeiger von Uster erschienen kurze Meldungen – mit fast identischem Wortlaut. Keinen Nachruf schaltete allerdings die Neue Zürcher Zeitung. Einen Grund dafür finden wir nicht. Jedenfalls war Stahel sicher nicht zu wenig freisinnig gewesen, er, der sich jahrelang im Vorstand der Freisinnigen Kreispartei Zürich 2 engagierte, und 1897 für die Partei sogar fürs Amt des Friedensrichters kandidierte (gewählt wurde allerdings Hr. Julius Weinmann, Hutmacher, mit 544 Stimmen, «Hr. Oberstl. Stahel erhielt 348 Stimmen»). Für seine Lebensleistung für den jungen Bundesstaat und sein technisches und gesellschaftliches Engagement hätte Stahel einen Nachruf in der NZZ aus heutiger Sicht jedenfalls verdient – Freisinn hin oder her.

 

 

Sebastian Brändli


* Angaben aus Stadtarchiv VI.WO.C.17:6, S. 358, VI.WO.C.19, Griff S. sowie Lagerbüchern.

** Die Geschichte dieses Industriegebäudes im 20. Jahrhundert ist interessant und soll später zu einem eigenen Blogbeitrag führen.


Die Informationen zum vorliegenden Text stammen aus sehr unterschiedlichen Quellen. Die biographischen Daten sind Kirchen- und Einwohnerregistern sowie Zeitungsmeldungen entnommen. Angaben zur Patronen- und Metallwarenfabrik sind spärlich, sie fehlen teils sogar im Schweiz. Handelsamtsblatt! Auf das Fehlen eines räsonablen Nachrufs – insbesondere in der NZZ – wurde schon hingewiesen. Auch die Suche nach einem Foto des erfolgreichen Mannes verlief erfolglos. Einzig die Sammler von historischen Patronen haben sich bisher für die eminente Figur der Schweizer Militärtechnologiegeschichte interessiert: Im Vereinsblatt erschien 1989 ein kurzer Bericht mit dem Titel: «Johannes Jakob Stahel. Instruktionsoffizier der Artillerie – Direktor Eidgenössisches Laboratorium in Thun – Patronenfabrikant in Zürich», verfasst von Werner Ramseyer und Stefan Zeidler; die Hälfte der sieben kleinformatigen Seiten sind allerdings den Patronen Stahels gewidmet.





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